1.3. Der (fast) unsterbliche Mensch ­ lässt sich das Altern hinausschieben?: DRITTE ZÄHNE ­ BALD VON GESTERN? - DER SPIEGEL
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1.3. Der (fast) unsterbliche Mensch ­ lässt sich das Altern hinausschieben? DRITTE ZÄHNE ­ BALD VON GESTERN?

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Gewachsenen Ersatz an die Stelle von verschlissenen oder beschädigten Körperorganen zu setzen ist einer der Zukunftsträume der Biowissenschaftler. Bald, so ihre Verheißung, könnten auch die lästigen dritten Zähne der Vergangenheit angehören. Forscher der Universität Kiel haben Eiweiße, so genannte osteogenetische Proteine, ausfindig gemacht. Sie animieren Zellen dazu, Zahnbein (Dentin) zu produzieren, die Kernsubstanz jeden Zahns. Bei Schweinen konnte das Kieler Team mit Hilfe dieser gentechnisch hergestellten Wachstumsfaktoren bereits zwei Millimeter große Löcher wieder zuwachsen lassen. Noch dieses Jahr sollen Versuche am Menschen beginnen.

Wissenschaftler am Londoner Guy's Hospital haben unterdessen etliche Gene isoliert, die an der Zahnbildung beteiligt sind. So ließ sich zum Beispiel an Mäuse-Embryonen, denen anstelle eines Schneidezahns ein Backenzahn wuchs, die Zuordnung bestimmter Gene zu bestimmten Zahntypen belegen. Die Erbanlagen fürs Gebiss sind allerdings insgesamt noch zu wenig geklärt, als dass sich auf diesem Wege bereits neue Zähne züchten ließen.