»Das Wattekartell ist fatal« - DER SPIEGEL
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SPIEGEL-GESPRÄCH »Das Wattekartell ist fatal«

RTL-Moderator Günther Jauch über Quizshows im Fernsehen, die Bedeutung des Allgemeinwissens, die Probleme zwischen Schule und Elternhaus und die Schwierigkeiten mit der Erziehung
Von Nikolaus von Festenberg und Joachim Mohr
• aus DER SPIEGEL 20/2002
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

SPIEGEL: Herr Jauch, wir erlauben uns ein kleines Quiz mit Ihnen: Woher kommt das Wort Quiz? Stammt es a) von der verballhornten Version des lateinischen Frageworts Quis (zu deutsch: Wer) ab? Oder kommt Quiz b) vom Marquis de Quis, einem entfernten Verwandten des Marquis de Sade? Oder c) vom englischen to quiz? Oder schließlich d) vom berühmten US-Radiopionier Robert Quiz, der mit Fragespielen das Publikum in den Zwanzigern faszinierte?

Jauch: Hmm. Wahrscheinlich würde mir der 50:50-Joker helfen. Ich weiß es nicht. b und d würde ich ausschließen.

SPIEGEL: Den De-Sade-Verwandten und den Rundfunkpionier.

Jauch: Blieben nur noch a und c übrig. Das Wort to quiz kenn ich gar nicht. Gibt es das überhaupt? Richtig gute Frage. Ich schwanke zwischen a und c.

SPIEGEL: Latein oder Englisch.

Jauch: Als Absolvent eines humanistischen Gymnasiums entscheide ich mich für a.

SPIEGEL: In Ihrer Sendung könnte jetzt eine Werbepause kommen. Lassen auch wir uns etwas Zeit mit der Lösung. Ihre Rate-Shows haben hohe Einschaltquoten. Gibt es eine neue Lust am Wissen?

Jauch: Es gibt eine Lust am Sich-Vergleichen. Weiß ich mehr als der Opa, weiß ich mehr als der Kandidat, der in der Sendung gegrillt wird? Und wenn ich es nicht weiß, muss ich mich dafür schämen? Erfahre ich Solidarität, weil es andere auch nicht wissen? Oder wird mein Nichtwissen dadurch geadelt, dass die richtige Beantwortung der Frage mit 125 000 Euro dotiert wäre? Vergessen wir nicht die Schadenfreude, wenn einer alles verliert.

SPIEGEL: Wenn die Leute so gern ihre Wissensbestände vergleichen, kann man da von einer neuen Lust auf Bildung sprechen?

Jauch: Bildung ist wahrscheinlich das falsche Wort. Beim Quiz handelt es sich, wenn man es abwertend sagt, um zusammenhangloses Faktenwissen. Nur partiell wird klassisches Bildungsgut abgefragt. Aber interessant ist für die meisten, festzustellen, was das wert ist, was sie im Kopf haben: 100 Euro oder eine Million. Da gibt es oft grandiose Selbsttäuschungen.

SPIEGEL: Bei welchen Leuten?

Jauch: Etwa beim Ex-Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. Der behauptete, er hätte bei mir schon eine Million gewonnen.

SPIEGEL: Wieso Selbsttäuschung? Der Ex-Bundespräsident ist ein hochgebildeter Mensch.

Jauch: Sicher, er konnte die Eine-Million-Frage richtig beantworten. Aber ich sagte ihm, dass er im Bereich bis 2000 Euro, wenn es um Popbands oder Filmstars geht, grandios gescheitert wäre. Da hat er kurz überlegt, gelacht und gesagt: »Da haben Sie allerdings Recht.«

SPIEGEL: Ist Ihr Quiz demnach eine reine Lotterie?

Jauch: Ein Teil ist sicherlich Glück. Aber ich stelle schon fest, dass bei den meisten Kandidaten, die sehr weit kommen, doch eine gewisse Substanz da ist.

SPIEGEL: Hat das wirklich etwas mit Substanz zu tun, wenn ein Kandidat irgendeinen Schauspieler aus der RTL-Soap »Gute Zeiten, schlechte Zeiten« kennt oder einen Linksaußen bei Borussia Dortmund?

Jauch: Nein, aber mit dem Reiz der Sendung. Natürlich verzweifle ich daran, dass meine Kinder die Namen der vier Teletubbies kennen, es aber bei den vier Evangelisten eher hapert. Aber stellen Sie sich den Triumph eines Neunjährigen vor, dessen Großvater, ein emeritierter Professor, bei den Teletubbies schon im 2000-Euro-Bereich draußen ist. Das ist die Show. Ich komme ja deswegen nicht auf die Idee zu sagen: Die Namen der Teletubbies zu wissen gehört mittlerweile zum gesamtdeutschen Bildungskanon. Das wäre absurd.

SPIEGEL: Aber gibt es nicht Momente, in denen Sie über das Ausmaß der Unbildung erstaunt sind?

Jauch: Wenn ich da eine Germanistikstudentin kurz vor ihrem Examen sitzen habe, die allen Ernstes Ringelnatz für ein Pelztier hält, dann müsste ich ihr eigentlich sagen - wenn ich die Sendung richtig ernst nehme und auch den Kultur-und Bildungsauftrag, dem sich RTL ja klassischerweise verpflichtet fühlt: Gnädige Frau, die Tatsache, dass Sie überlegen und das hier offen zugeben, macht Sie menschlich sympathisch. Okay, wir geben Ihnen 150 Euro, aber verlassen Sie bitte diesen Saal.

SPIEGEL: So fördert Ihre Sendung den Eindruck, Wissen habe etwas mit Beliebigkeit zu tun. Nach dem Motto: Jeder weiß irgendetwas, gucken wir mal, wie weit wir kommen.

Jauch: Glauben Sie nicht, dass einen Zuschauer mit der Zeit die Ahnung beschleicht, dass Kandidaten bei einem gewissen Level die Antworten nur noch richtig geben können, wenn ihnen Zusammenhänge erinnerlich sind? Wenn sie in der Lage sind zu abstrahieren, und wenn sie sich selbstquälerisch mit Texten oder mit Übersetzungen oder geschichtlichen Daten und den entsprechenden Zusammenhängen beschäftigen können?

SPIEGEL: Welcher Typ mit welcher Art von Bildung oder Ausbildung kommt in Ihrer Sendung am weitesten?

Jauch: Das ist schwer pauschal zu sagen. Ein Muster zieht sich bei fast allen durch, die sehr weit kommen: Das sind alles Leute mit hoher Lesekompetenz.

SPIEGEL: Wer das Privileg einer guten Bildung genossen hat, zwangsläufig viel lesen musste, räumt halt auch bei Jauch ab?

Jauch: Auf eine formale Bildung kommt es nicht an.

SPIEGEL: Worauf dann?

Jauch: Ein Monteur für Lüftungsanlagen hat bei mir 500 000 Mark gewonnen. Mit dem habe ich mich lange unterhalten. Der Mann hatte einen Beruf, bei dem man nun nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen haben muss. Er sagte: »Acht Stunden muss ich irgendwo Lüftungsanlagen montieren. Die zweiten acht Stunden schlafe ich in irgendwelchen drittklassigen Pensionen. Für die acht Stunden, die dann noch zu meiner freien Verfügung bleiben, könnte ich mich in die Kneipe setzen oder vor den Fernseher knallen. Damit mein Leben nicht trostlos verläuft, habe ich beschlossen, es mit Inhalten zu füllen.« So ging der Mann in Museen, las viel über die Geschichte der Städte, in denen er zu arbeiten hatte. Solchen Leuten begegne ich öfter.

SPIEGEL: Sie glauben nicht an die These von den fehlenden Bildungschancen für Unterprivilegierte?

Jauch: Daran glaube ich nicht. Es gibt alle möglichen Angebote wie etwa Autobüchereien, die auch sozial Unterprivilegierte kostenlos oder für geringes Entgelt benutzen können, um so an Bildung teilzunehmen.

SPIEGEL: Leicht gesagt, aber was nützt einem Neunjährigen mit der Reife eines Sechsjährigen die Bücherei an der Ecke?

Jauch: Aber wie und wo sollen Politiker denn ansetzen, wenn nicht mit solchen Angeboten?

SPIEGEL: Bei den Eltern. Zu Hause werden die Grundlagen für Motivation gelegt.

Jauch: Das ist der entscheidende Punkt. Die ganze Bildungsdiskussion fokussiert sehr stark auf die Schule. Das primäre Problem aber ist das Elternhaus.

SPIEGEL: Gilt das auch für die schrecklichen Ereignisse von Erfurt?

Jauch: Das weiß ich nicht. Ich kannte den Jungen ebenso wenig wie seine Eltern und misstraue den nachträglichen Psycho-Ferndiagnosen. Wir sollten auch das, was wir bisher als Bildungsdesaster bezeichnet haben, nicht mit dieser nun wirklich monströsen Katastrophe in Zusammenhang bringen.

SPIEGEL: Aber wo versagt denn ein »ganz normales« Elternhaus?

Jauch: Beispielsweise in dem Moment, in dem die Eltern so viele Konsumangebote haben, dass sie von den Kindern eigentlich nicht mehr gestört werden möchten. Wenn die wohlstandsverwahrloste Brut dann mit einem Computer ruhig gestellt wird, so dass sie auch keine anderen Interessen entwickelt, kommt die Schule einfach viel zu spät. Manche Eltern halten die Schule für die pädagogische Dienstleistung, welche die häuslichen Defizite korrigieren soll. Sie können aber eine vernünftige und liebevolle Erziehung nicht »outsourcen«.

SPIEGEL: Sie haben vier Töchter, lernen die das Richtige in der Schule?

Jauch: Das ist eine sehr universelle Frage. Die Älteste wird 13, die Zweite 9, die Dritte ist 5 und die Vierte mit ihren 3 Jahren noch zu Hause. Da hat man so seine Kindergarten- und Schulerfahrungen.

SPIEGEL: Nur positive?

Jauch: Ich muss ganz ehrlich sagen, dass es Zeiten gab, wo wir richtig verzweifelt waren. Die konnten in der dritten Klasse einfachste Additionen nicht. Leichte Diktate führten zu Fehlerkaskaden, immer im zweistelligen Bereich. Das Schlimmste aber war die Benotung.

SPIEGEL: Wieso?

Jauch: Die Leistungen fanden sich in der Benotung nicht wieder. »Ich habe eine Eins in Mathe.«- »Toll, prima, darf ich mal reinschauen?« Fünf Fehler. Mit fünf Fehlern gab es noch eine Eins, mit sechs eine Zwei. Es stellte sich heraus, dass von 25 Kindern in der Klasse 17 Einsen, 7 Zweien hatten, und einer war mit Drei benotet worden. Der hat geweint, und die Lehrerin hat ihn mit einem Schokolädchen getröstet. In dem Moment habe ich dann die Notbremse gezogen.

SPIEGEL: Sie setzten einen Schulwechsel durch?

Jauch: Ja. Zu Anfang waren meine Kinder auf einer internationalen Schule. Da gab es praktisch nur drei großartige Beurteilungen: Über dem Durchschnitt, ganz prima, kann man noch dran arbeiten. Alles wurde wahnsinnig positiv formuliert. Die Schule wurde zu einer Art beschützenden Werkstatt für alle: für die Eltern und für die Kinder. Alle wurden mit wunderbaren Noten ruhig gestellt. Und es hieß, wie frei und schön die Kinder Spiele machen.

SPIEGEL: Was nicht stimmte?

Jauch: Wir wurden zu einem Musikabend eingeladen. Ein Chor trat auf, an dem zwei unserer Kinder teilnahmen, der unter Aufbietung mediokrester musikalischer Leistungen jammervoll etwas zum Besten gab. DVD-Kameras glücklicher Eltern hingen an den Lippen ihrer Kinder, die da einen schrägen Otto von sich gaben.

SPIEGEL: Was gab den Ausschlag für Ihre Entscheidung?

Jauch: Die Kindergeburtstage bei uns zu Hause. Die Kinder mussten eine Art Schnitzeljagd machen und eine Strecke von 1,5 Kilometern zurücklegen. Ich hatte auf halber Strecke ein Lazarett zu betreuen. Jemand musste mit dem Auto kommen, um die, die sich mit schmerzverzerrtem Gesicht ein Bein hielten, abzuholen. Die Kinder in der zweiten Klasse konnten weder vernünftig lesen, geschweige denn begreifen oder sich konzentrieren. Sie sollen ja angeblich der Generation der fröhlichen Erben angehören, waren aber ein unfrohes Gesindel, dem man nichts recht machen kann. Ich bin ein großer Anhänger von Privatschulen, aber da habe ich danke gesagt und weg.

SPIEGEL: Und nun auf der Staatsschule - ist da alles besser?

Jauch: Nicht alles. Alle machen es sich bequem. Es gibt so ein Wattekartell zwischen Eltern, Lehrern und Schülern, und das ist fatal. Zwei Lehrertypen haben für mich ausgedient: die autoritäre Knallcharge und das mediokre Weichei.

SPIEGEL: Was können die Eltern machen?

Jauch: Sie müssen zu Hause anfangen. Wir gehen grundsätzlich in jede Elternsprechstunde. Wir halten nichts von dem Motto, was mit der Schule zusammenhängt, das muss das Kind alleine machen. Unsere Tochter wechselte von der vierten Grundschulklasse auf ein humanistisches Gymnasium. Wer wie sie nicht so selbständig und superbegabt ist, den muss man begleiten. Wie macht man ein kleines Referat? Wie hole ich mir Sachen? Das wissen die Kinder zuerst gar nicht.

SPIEGEL: Sind die Lehrer auf dem staatlichen Gymnasium strenger?

Jauch: Das müssen sie bei 34 Kindern in der Klasse sein. In der Klasse meiner Tochter haben Hefte und Bücher für die entsprechende Stunde auf dem Tisch zu liegen, bevor die Lehrerin die Klasse betritt. Das Material wird nicht erst hochgehievt, wenn sie erschienen ist. Die Lehrer des Gymnasiums trauen sich, uns aufzufordern, die Kinder früher ins Bett zu schicken.

SPIEGEL: Eigentlich eine Einmischung in die Privatsphäre.

Jauch: Nein, das ist völlig richtig. Wir haben Eltern erlebt, die bei der Besprechung einer Klassenreise gesagt haben, ihr Kind sei ein Nachtmensch und ein liebes Kerlchen, wenn man sich mit ihm um Mitternacht beschäftigt. Die Lehrerin erwiderte, sie sei kein Nachtmensch mehr. Da fiel mir auf, dass ein Großteil der Probleme hausgemacht ist.

SPIEGEL: Was sollte Ihre Älteste unbedingt lernen? Gibt es für Sie einen verbindlichen Bildungskanon?

Jauch: Ich weiß nicht, welches Wissen in 10, 20 oder 30 Jahren von Bedeutung ist. Ich weiß nur - jetzt werde ich etwas wolkig -, dass eine gute Bildung von bleibendem Wert ist. Von einer guten Allgemeinbildung können Sie fast immer bis an Ihr Lebensende zehren.

SPIEGEL: Wer wollte sie nicht, die gute alte Allgemeinbildung, bloß woraus besteht sie?

Jauch: Was ich gern möchte, ist, dass die Kinder sich haben anstrengen müssen. Deswegen gibt es zwei Fächer, die ich besonders wichtig finde: Musik und Sport. Das sind Fächer, wo sie - egal, wie gut sie sind, egal, wie viel sie üben - immer, wenn sie eine Stufe weitergehen, praktisch nah am Scheitern sind. Ich finde den Spaß am Erfolg genauso wichtig wie die Niedergeschlagenheit, wenn ich scheitere. Per aspera ad astra ...

SPIEGEL: ... für Nichtlateiner: durch Mühsal zu den Sternen ...

Jauch: ... genau. Ich habe aber den Eindruck, das wollen sich Eltern selbst nicht zumuten und ihren Kindern gleich gar nicht. Es ist aber völlig daneben, wenn wir glauben, Kinder mit der Familienpackung »Lila Pause« und der neuen »Bravo« vor den Unbilden der Welt zu bewahren.

SPIEGEL: Sie schicken Ihre Tochter auf ein humanistisches Gymnasium mit Griechisch und Latein. Ist das nicht auch ein Stück Flucht vor den Unbilden der Welt?

Jauch: Ich sehe tatsächlich die große Gefahr, dass die alten auf Kosten der neuen Sprachen gehen. Aber dieses Handicap wird durch den Rest der Bildung, die da in der Schule vermittelt wird, aufgewogen.

SPIEGEL: Was soll dieser Restwert sein? Meinen Sie Sekundärtugenden?

Jauch: Ja. »Mehr sein als scheinen« ist das Prinzip an der Schule, getragen natürlich von Eltern und Schülern. Sehr angenehm.

SPIEGEL: Das klingt sehr preußisch.

Jauch: Mein Erziehungsmotto ist: streng und frei. Eine freie Entwicklung, die aber von einer gewissen Strenge geprägt ist.

SPIEGEL: Was heißt das? Dürfen Ihre Kinder fernsehen?

Jauch: Kinder völlig fernsehabstinent zu erziehen, halte ich für weltfremd. Aber bei uns gibt es für Kinder keine eigenmächtige Bedienung des Fernsehers und keine Zweitgeräte in den Kinderzimmern.

SPIEGEL: Und sonst?

Jauch: Unsere älteste Tochter war vier Jahre alt, da hieß es: »Wir gehen jetzt alle in den ,König der Löwen''.« Es wäre ihr erster Film gewesen. Wir, die Eltern, haben uns das vorher angesehen. Da mussten heulende Kinder herausgetragen werden. Dieser Film war für unsere Tochter gestrichen. Wenn Sie so etwas im Bekanntenkreis erzählen, vermitteln Sie einen talibanösen Eindruck. So eine Mischung aus Scientology und Rudolf-Steiner-Pädagogik.

SPIEGEL: Bei welchen Erziehungsbemühungen brauchen Sie die meiste Kraftanstrengung?

Jauch: Beim Lesen. Das Lesen zu Hause muss ich mit Brutalität einfordern. Das tut schon weh. Der Kollege Gottschalk beklagt bei seinen Söhnen, dass sie nicht mehr lesen. Dann sagt er zu seinem ältesten Sohn: »Roman, lies doch mal was«, und kriegt die gequälte Antwort: »Okay, wie viel?«

SPIEGEL: Wo haben Sie noch auf Granit gebissen?

Jauch: Ich habe jahrelang gesagt: »Barbie-Puppen finden bei uns nicht statt.« Bei vier Töchtern habe ich am Ende kapituliert.

SPIEGEL: Und nun noch eine traurige Nachricht: Sie haben verloren. Das Wort Quiz kommt vom englischen »to quiz«. Wir danken Ihnen trotzdem für dieses Gespräch.

Günther Jauch

ist derzeit der meistbeschäftigte Moderator des deutschen Fernsehens. Er präsentiert unter anderem den Quotenrenner »Wer wird Millionär?«, das Magazin »Stern TV« und Sportveranstaltungen wie die »Champions League«. Geboren 1956 in Münster, katholisch erzogen, wuchs Jauch in Berlin auf, wo er an einem humanistischen Gymnasium Abitur machte. Bereits mit 19 Jahren begann er als freier Mitarbeiter für den Rundfunk zu arbeiten. Jauch absolvierte die Münchner Journalistenschule und studierte Jura, Politik und Neuere Geschichte, ohne ein Examen abzulegen. Er lebt seit 14 Jahren mit Thea Sihler zusammen, das Paar hat zwei eigene und zwei adoptierte Töchter.

Im nächsten Heft:

Kindergarten - Frühstart in die Wissensgesellschaft

Sollen schon Dreijährige lesen und schreiben lernen? - Die Jugendforscherin Donata Elschenbroich über den großen Wissensdurst von Kindern - Hilfe, mein Kind ist hochbegabt.

Das Gespräch führten die SPIEGEL-Redakteure Nikolaus vonFestenberg und Joachim Mohr.

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