TV-SHOWS »Längst demaskiert«
SPIEGEL: Seit dem Wochenende haben sich wieder zehn »Stars« von Dolly Buster bis Carsten Spengemann von RTL in ein australisches Dschungelcamp sperren lassen. Wer hat das größte Unterhaltungspotenzial?
Bach: Ach, die sind doch alle lustig. Ich habe mir diese Truppe angeschaut und gedacht: Die werden sich noch wundern, und das wird für uns sicher sehr spaßig.
SPIEGEL: Indem Sie die Kandidaten noch mehr verhöhnen? Schließlich wissen die doch nun genau, was auf sie zukommt.
Bach: Verhöhnung würde ich unsere feine Art der Ironie nicht nennen. Gut, vielleicht ein bisschen Schadenfreude - und auch ein paar Gehässigkeiten. Aber da machen wir uns keine Sorgen, weil wir bei dieser Runde sicher sein können, dass es nie den Falschen trifft.
SPIEGEL: Die erste Staffel hat TV-Untoten zu einer Karrierewiederbelebung verholfen. Ist die zweite Staffel damit nicht bloße Qualifizierungsmaßnahme für arbeitslose C-Prominente?
Bach: Klar ist das deren Motivation. Aber das ist doch auch legitim, vor allem so lange wir uns darüber amüsieren können, wie die sich abstrampeln.
SPIEGEL: Wäre es nicht unterhaltsamer, Prominente aus der ersten Reihe zu nehmen, etwa Boris Becker und Dieter Bohlen bei der Dschungelprüfung?
Bach: Nö, das ist doch öde. Die haben sich doch schon längst selbst in aller Öffentlichkeit demaskiert, da brauchen wir ja nicht mehr draufzuhauen.
SPIEGEL: Hohn lässt sich aber auch viel einfacher über Leute ausgießen, die nichts mehr zu verlieren haben, oder?
Bach: Sie meinen, ich würde mich nicht an echte Prominente rantrauen? Also zu Bum-Bum-Boris in der Besenkammer würde mir eine Menge einfallen.