Mann, war das schön im vergangenen Winter: Protestbewegte Studentinnen legten Scham und Kleidung ab und joggten nackig durch Berlin. Motto: Studiengebühren ziehen uns das letzte Hemd aus, die Bildung geht baden oder andere abgegriffene Slogans. Hatte aber den Vorteil, dass auch ganz normale Menschen wie Erwin Koritzke aus Neukölln sich plötzlich für Studentendemos interessierten. Bleibt die Frage, warum sich jetzt keiner auf die Straße traut: Studiengebühren drohen, Hörsäle verrotten, und kalt ist es auch. Es gibt zu wenig Bafög, Profs kümmern sich nur um ihre Hobbys, das Mensa-Essen würde in jedem Knast zur Revolution führen, Bayern hat mehr Feiertage als Niedersachsen, wir dürfen den Präsidenten der USA nicht mitwählen. Um die wichtigsten Gründe zu nennen. Welche Grausamkeiten soll man denn heute noch verüben, bis Studenten - und Studentinnen - endlich wieder streiken? Vorlesungsbeginn um 6 Uhr? Uniformpflicht auf dem Campus? Vielleicht Pflichtteilnahme an Sitzungen des Studierendenparlaments? Obwohl - dann lieber Studiengebühren zahlen ...
Dieser Ausdruck wurde am 17.10.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.
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