Christoph Daum durch Telefonüberwachung erwischt
Die Koblenzer Staatsanwaltschaft ist dem mutmaßlichen Dopingkonsumenten Christoph Daum schon seit Wochen auf der Spur. Wie das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der neuen Ausgabe berichtet, observierten die Ermittler einen kleinen Dealerring, dabei sei Daum in das Netz geraten.
Bereits zur Zeit als Daum noch als Retter des deutschen Fußballs galt, schreibt der DER SPIEGEL, hätten die Fahnder die Telefone der Dealer - Festnetze und Handys - überwachen lassen. Die Protokolle der Gespräche, so ein Fahnder, "füllen ein paar Aktenbände". Bei der Auswertung sei auch Daum als Gesprächspartner der Dealer aufgefallen. Deshalb sei ein Ermittlungsverfahren gegen Daum wegen des Verdachts auf Drogenbesitz eingeleitet worden. Am Freitag hatte die Polizei unter anderem in Daums Haus in Köln eine Razzia durchgeführt.
Ärger droht Daum womöglich auch von der Kölner Staatsanwaltschaft. Denn das Ergebnis der Daumschen Haaranalyse ist eindeutig. Das Gerichtsmedizinische Institut in Köln stellte nach Informationen des SPIEGEL bei Daum einen Kokain-Parameter fest, der um gut das 60-fache über dem eines drogenfreien Menschen lag. (DER SPIEGEL 44/00, Seite 146)