Behörden-Posse um ein Opfer rechter Gewalt
Zehn Jahre nachdem im brandenburgischen Eberswalde der Angolaner Amadeu Antonio von rechten Schlägern umgebracht wurde, müssen sein Sohn Amadeu Antonio Schimansky und dessen Familie befürchten, dass die monatliche Opfer-Entschädigung für das Kind demnächst entfällt. Wie das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL meldet, soll jetzt nach einem bereits 1995 ergangenen Beschluss des zuständigen Amtsgerichts Eberswalde Beweis darüber erhoben werden, dass der getötete Angolaner tatsächlich Amadeus Vater ist. Dies soll durch eine DNA-Begutachtung unter Einbeziehung von exhumiertem Material erfolgen. Die eidesstattliche Versicherung der damals mit dem Ermordeten verlobten Mutter von Amadeu Antonio reicht dem Amtsgericht nicht länger. Dem Versorgungsamt hatte die Aussage vor acht Jahren genügt, um die Entschädigung zu zahlen bis zur endgültigen Klärung der Vaterschaft durch das Amtsgericht. Eine Exhumierung ist jedoch so gut wie unmöglich, da die Leiche Amadeu Antonios bereits im Januar 1991 nach Angola überführt und dort an unbekanntem Ort bestattet wurde. (DER SPIEGEL 46/00, Panorama Deutschland)