Dem Bonner Plenarsaal droht die Schließung
Der Kölner Regierungspräsident Jürgen Roters droht damit, den 1992 fertig gestellten Plenarsaal des Bundestages in Bonn zu schließen. Wie das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL meldet, hatten Gutachter moniert, Sprinkleranlagen und Rauchklappen würden zu spät aktiviert, Fluchtwege seien zu lang und einige tragende Säulen nicht ausreichend feuersicher. Sollte bis Ende November kein neues Brandschutzkonzept vorliegen, heißt es in einem Brief an die Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn, sei "auch die Anweisung, den Betrieb des Plenarsaals als allgemeine Versammlungsstätte zu untersagen", nicht auszuschließen. Auf drei bis fünf Millionen Mark schätzen Experten die nötigen Investitionen - unklar ist nur, wer zahlt. Der Bund ist zwar Eigentümer, hat aber der Stadt Bonn das Nutzungsrecht übertragen, die es ihrerseits von einem großen Hotel vermarkten lässt. Das Geschäft boomt. 25000 Mark täglich lassen sich große Firmen das Vergnügen kosten, unter dem Bundesadler zu tagen. (DER SPIEGEL 47/00, Panorama Deutschland)