Wachsende Kritik am Bündnis für Arbeit - DER SPIEGEL
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Wachsende Kritik am Bündnis für Arbeit

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bei Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften wächst nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL die Unzufriedenheit über den Zustand des Bündnisses für Arbeit. Insbesondere monieren die Teilnehmer, dass die Regierung bislang keine Themen für das geplante nächste Spitzentreffen benannt hat. So sagte DGB-Chef Dieter Schulte dem Magazin, die Regierung müsse bei den Bündnisgesprächen für„mehr Druck“ sorgen. „Im kommenden Jahr brauchen wir eine Beschäftigungs- und eine Qualifizierungsoffensive“, forderte der Gewerkschafts-Vorsitzende, zudem gehöre „die Vermögensbildung auf die Agenda des Bündnisses“. Schulte sagte weiter, die Regierung müsse „dafür sorgen, dass die nächste Runde bald stattfinden kann“. Kritik an der mangelhaften Vorbereitung der Kanzlerrunden übt auch BDI-Hauptgeschäftsführer Ludolf-Georg von Wartenberg: Die Bündnisrunden würden immer mehr zu einer „substanzlosen Hülle“, die die Regierung „nach Bedarf zu nutzen versucht.“ Regierung und Verbände haben sich nach Informationen des Magazins darauf verständigt, die für Dezember geplante Bündnisrunde auf das nächste Frühjahr zu verschieben.

(DER SPIEGEL 48/00, Seite 112)