Russlands Premier Kassjanow nennt Deutschland einen „strategischen“ Partner - DER SPIEGEL
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Russlands Premier Kassjanow nennt Deutschland einen „strategischen“ Partner

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Russland will seine Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland in einer „strategischen“ Partnerschaft während der kommenden Jahre gezielt ausbauen. Das „gewaltige Potenzial“ sei noch bei weitem nicht ausgeschöpft, sagte Ministerpräsident Michail Kassjanow, der kommende Woche Berlin besucht, in einem Gespräch mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Beide Seiten könnten „da mehr leisten“.

Schon jetzt ist Deutschland der „wichtigste und größte Handelspartner“ Russlands, so Kassjanow, das Volumen werde bis zum Jahr 2002 auf 40 Milliarden Mark wachsen: „Das ist schon eine sehr hoch entwickelte Partnerschaft mit durchaus strategischer Bedeutung. Denn auch für die Zukunft setzen wir stark auf deutsche Technologien.“

Kassjanow kündigte Gesetzesänderungen an, um deutsche Investoren zu motivieren, ihr Geld in Russland anzulegen. Ein beträchtlicher Teil der von Moskau importierten Maschinen und Anlagen komme wie zu Sowjetzeiten aus Ostdeutschland, doch „Russlands Bestellungen im deutschen Osten könnten durchaus noch größer werden“ und „helfen, in der ehemaligen DDR eine effektive Industrie zu entwickeln.“

(DER SPIEGEL 48/00, Seite 246)