Schrempps Abrechnung mit Ex-Chrysler-Chef Holden - DER SPIEGEL
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Schrempps Abrechnung mit Ex-Chrysler-Chef Holden

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DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp wirft dem entlassenen Chrysler-Chef Jim Holden schwere Versäumnisse vor. Einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL zufolge sagte Schrempp bei seinem Auftritt vor der versammelten Chrysler-Führungsmannschaft am vergangenen Montag, Chrysler habe seine Planungen wiederholt reduziert: „Ursprünglich sollte Chrysler im Jahr 2000 4,5 Milliarden Euro Profit erwirtschaften. Im Juli wurden die Erwartungen auf 3,6 Milliarden reduziert, im Oktober auf 2,5 und jetzt sprechen wir über weniger als zwei Milliarden. Und ich fürchte, wir haben das Ende noch nicht gesehen.“ Die Aussichten für die Zukunft seien nicht günstig. „Im Oktober ging der Absatz von Chrysler-Fahrzeugen um neun Prozent zurück, und der November sieht nicht besser aus.“ Schrempp kritisierte vor rund 400 Top-Managern auch, dass die alte Chrysler-Führung nicht wusste, wie die Kosten effektiv gesenkt werden: „Vielen Mitarbeitern das Handy zu streichen, war sicher nicht die richtige Antwort.“

Der neue Chrysler-Chef Dieter Zetsche beschrieb dem SPIEGEL zufolge die Situation der Marke auf der gleichen Veranstaltung mit den Worten: „Die Chrysler-Zahlen zeigen, dass unser Unternehmen sich in einer absolut dramatischen Situation befindet.“

(DER SPIEGEL 48/00, Seite 108)