Zoff zwischen Eichel und Welteke - DER SPIEGEL
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Zoff zwischen Eichel und Welteke

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Zwischen Finanzminister Hans Eichel und Bundesbank-Präsident Ernst Welteke ist es nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL erneut zu einer schweren Verstimmung gekommen. Die Bundesbank hatte Eichel in ihrem jüngsten Monatsbericht aufgefordert, den Abbau des Defizits wieder ernster zu nehmen und zusätzlich zu sparen. Eichel wertet dies als neuen Affront Weltekes, mit dem ihn einst ein freundschaftliches Verhältnis verband – Welteke diente dem früheren hessischen Ministerpräsidenten Eichel als Finanzminister. Die Ermahnung hat Eichel erbost, weil sie seine Reputation als strengen Haushaltssanierer beschädigt. Dabei hatte er vor kurzem schon für 2004 einen ausgeglichenen gesamtstaatlichen Haushalt angekündigt. Weil der Bundesbank dieselben Finanzdaten zur Verfügung stehen wie seinem Ministerium, hält er die Schlussfolgerungen der Bundesbank schlicht für falsch. Erst jüngst war es zwischen Eichel und Welteke zum Streit über die Zuständigkeit für das Schuldenmanagement des Bundes gekommen.

(DER SPIEGEL 48/00, Panorama Deutschland)