Umweltminister Trittin kündigt im SPIEGEL rasche Fortsetzung der gescheiterten Klimakonferenz von Den Haag an - DER SPIEGEL
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Umweltminister Trittin kündigt im SPIEGEL rasche Fortsetzung der gescheiterten Klimakonferenz von Den Haag an

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Die in der vergangenen Woche ergebnislos vertagte Weltklimakonferenz tritt möglicherweise früher wieder zusammen als bislang angenommen. Bundesumweltminister Jürgen Trittin sagte dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL, sobald die neue US-Regierung arbeitsfähig sei, sollten die Verhandlungen fortgesetzt werden. Bisher war man davon ausgegangen, dass die Konferenz im Mai 2001 in Bonn, dem Sitz des Uno-Klimasekretariats, fortgesetzt würde. "Die Konferenz ist noch nicht endgültig gescheitert", betonte Trittin.

Ohne das Land direkt zu nennen, gab der Umweltminister Kanada die Hauptschuld an dem "schweren Rückschlag" von Den Haag und nahm die USA gegen Vorwürfe in Schutz, sie hätten die Konferenz platzen lassen. Sein Eindruck sei vielmehr gewesen, "dass die amerikanische Delegation zum ersten Mal einen Abschluss wollte".

Trittin betonte, eine Einigung sei in Den Haag greifbar nahe gewesen. Dann wäre ein baldiges Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls auch ohne die USA möglich geworden. "Russland und Japan waren zur Ratifizierung bereit", sagte der Umweltminister. Damit das Abkommen in Kraft treten kann, muss es von 55 Unterzeichnerstaaten ratifiziert werden, die außerdem mindestens 55 Prozent der Emissionen der Industriestaaten verursachen. Trittin ist überzeugt, dass sich auf Dauer auch die USA, die allein 25 Prozent der globalen Treibhausgase produzieren, einer Ratifizierung eines Klimaschutzvertrags nicht entziehen können. (DER SPIEGEL 49/2000, Seite 48)