Menschenrechtler in Russland unerwünscht - DER SPIEGEL
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Menschenrechtler in Russland unerwünscht

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Scharfe Kritik übt das Auswärtige Amt in Berlin an der restriktiven Einreisepolitik Russlands gegenüber deutschen Menschenrechts-, Hilfs- und Umweltschutzaktivisten. Nach Informationen des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL wurde erst in der vergangenen Woche Rupert Neudeck, Vorsitzender des Notärztekomitees „Cap Anamur“, ein Visum verweigert. Neudeck wollte im Kaukasus ein Krankenhaus für tschetschenische Waisenkinder besuchen und sich dort mit „Cap Anamur“-Mitarbeitern treffen. Auch Vertreter von Amnesty International und Greenpeace klagen über Behinderungen im deutsch-russischen Reiseverkehr.

Moskaus harte Haltung gegenüber Menschenrechtlern und humanitären Helfern hängt offenbar mit der Angst vor internationaler Kritik an dem blutigen Einsatz der Armee in Tschetschenien zusammen. Im Berliner Außenministeriums, das die Vorfälle „ernst“ nimmt, erklärte eine Sprecherin: „Wir fordern Russland auf, diese Behinderung humanitärer Hilfe und gesellschaftlichen Austauschs zu unterlassen.“ (DER SPIEGEL 51/2000, Panorama Ausland)