Schrempp-Sohn im Visier der DaimlerChrysler-Revision - DER SPIEGEL
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Schrempp-Sohn im Visier der DaimlerChrysler-Revision

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Die Konzernrevision von DaimlerChrysler hat nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL die privaten Geschäfte von Marc Schrempp, Sohn des Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schrempp, untersucht. Grund: In anonymen Briefen war dem Konzernchef „Vetternwirtschaft“ vorgeworfen worden. Marc Schrempp gehört zu den Anteilseignern von Surplex.com, einem Internet-Marktplatz zum Verkauf von Restposten und ausgemusterten Maschinen. Mehrere Unternehmen, die solche Anlagen bislang direkt und ohne jeden Aufschlag bei den einzelnen Mercedes-Benz-Werken kauften, wurden darauf hingewiesen, dass sie künftig über Surplex beziehen müssten. Doch Surplex verlangt nach eigenen Angaben eine Provision zwischen einem und fünf Prozent.

Die Revision von DaimlerChrysler stellte bei ihren Untersuchungen fest, dass es sich bei dem Verkauf von Mercedes-Benz-Anlagen über Surplex nur um ein Pilotprojekt in einigen Fabriken handelt. In anderen Werken wird der Absatz über die Firma Go Industry, einen Konkurrenten von Surplex, getestet. Es sei noch nicht entschieden, wer endgültig einen Vertrag mit DaimlerChrysler erhalte. Die Revision weist den Vorwurf der Vetternwirtschaft auch deshalb zurück, weil Marc Schrempp weniger als ein Prozent der Anteile von Surplex hält. Zu den übrigen Geldgebern und Beratern von Surplex zählen Lars Schlecker, der Sohn des Drogerieunternehmers Anton Schlecker, und Alexander Dibelius von der Investmentbank Goldman Sachs, der die Fusion von Daimler-Benz mit Chrysler vorbereitet hatte. (DER SPIEGEL 52/00, Trends)