Ökofrau ins Wirtschaftsministerium - DER SPIEGEL
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Ökofrau ins Wirtschaftsministerium

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Mit einer ungewöhnlichen Personalie will Wirtschaftsminister Werner Müller das blass-grüne Image seines Hauses aufpolieren. Als Leiterin des Referats „Ökologische Grundsatzfragen“ soll laut einer Meldung des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL Kristina Steenbock, bisher Chefin des Berliner Greenpeace-Büros, ab Mitte Januar den Umweltschutz in Müllers Industrieabteilung verankern. Fast ein Jahr warb der Minister persönlich, bis die Öko-Frau zum Seitenwechsel bereit war. Nun hofft Müller, dass die gelernte Historikerin auch dazu beiträgt, die traditionellen Querelen zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium abzubauen. Öko-Lobbyistin Steenbock vertrat Greenpeace seit 1992 in Bonn, dann einige Jahre bei der Uno in New York. Seit dem Regierungsumzug amtiert sie in Berlin. Jobwechsel wie der ihre, so Steenbock, seien nötig, um den Dialog zwischen Wirtschaft und Umwelt zu fördern. Noch vor Jahresfrist protestierte die künftige Referatsleiterin in Seattle gegen die Öko-Ignoranz der Welthandelsorganisation WTO – verkleidet als „Safer Trade Kondom“. (DER SPIEGEL 52/00, Panorama Deutschland)