Bedenken gegen Althaus-Ehrung - DER SPIEGEL
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Bedenken gegen Althaus-Ehrung

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Eine von der CDU angeregte Auszeichnung des ehemaligen thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus stößt in der Erfurter Regierungszentrale auf Widerstand. Althaus soll auf Vorschlag seines CDU-Kreisverbands Eichsfeld den Thüringer Verdienstorden verliehen bekommen. Weil der Christdemokrat 2009 fahrlässig den Tod einer Skifahrerin verursachte, raten Beamte der Staatskanzlei "im Sinn einer stabilen demokratischen Regierungsarbeit und zum Schutz des Vorgeschlagenen" von der Ehrung jedoch ab. Die gesellschaftliche Beurteilung der Ordensverleihung sei "nicht abschätzbar", so die Einlassung der Verwaltung. Entscheiden muss über die Vergabe der amtierende Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke), der die Angelegenheit offenbar durchwinken will. Seine Beamten befürchten indes mit der Ehrung eine nachhaltige Schädigung des Ansehens des Amtes des Regierungschefs und der gesamten Regierung. Der Antrag war schon 2010 gestellt worden, Ramelows Vorgängerin Christine Lieberknecht (CDU) ließ die Causa jedoch ruhen. Die CDU will den Vorschlag nicht zurückziehen. Landeschef Mike Mohring lässt ausrichten, Althaus habe sich "bleibende Verdienste um Thüringen" erworben. Ramelow will sich zu Ordensangelegenheiten nicht äußern.