Djindjic droht Kfor mit Intervention - DER SPIEGEL
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Djindjic droht Kfor mit Intervention

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Der demokratische Sieger der serbischen Parlamentswahlen und designierte Regierungschef Zoran Djindjic droht mit einer Intervention im Grenzgebiet zur Balkan-Provinz Kosovo, sollten die Übergriffe albanischer Guerrillakämpfer andauern. "Wir geben der Kfor-Friedenstruppe im Kosovo noch maximal 20 Tage Zeit, die Lage im Grenzgebiet zu stabilisieren", sagte Djindjic in einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL, "sollten sich jedoch Indizien für eine albanische Offensive ergeben, wird unsere Polizei sofort intervenieren."

Djindjic warf den albanischen Untergrundkämpfern vor, ihr Ziel sei es, Serbien von Mazedonien und Griechenland abzuschneiden. Möglicherweise werde die Nato nach der Demokratisierung Serbiens in der Kosovo-Frage die Seiten wechseln. Djindjic: "Wir hoffen darauf. Dies wäre logisch und vernünftig. Gemeinsame Grenzpatrouillen zwischen unseren Soldaten und dem Roten Kreuz sind bereits im Gespräch."

Die von der Führung der Kosovo-Albaner angestrebte Unabhängigkeit der Provinz würde deren Spaltung bedeuten, sagte Djindjic im SPIEGEL voraus: "Der serbische Teil von Mitrovica und Nordkosovo würden nicht in einem solchen Staat bleiben." (DER SPIEGEL 1/01, Seite 107)