Strohmänner für Günther Krauses Eigenheim - DER SPIEGEL
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Strohmänner für Günther Krauses Eigenheim

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bei der Zwangsversteigerung des Wohnsitzes des ehemaligen Bundesverkehrsministers Günther Krause (CDU) waren womöglich Strohmänner des notorisch klammen Ex-Politikers (Gesamtschulden: mehr als 15 Millionen Mark) am Werk, schreibt das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der kommenden Ausgabe. Als einziger Interessent hatte am 30. November die Majoks Gesellschaft für Management, Consulting und Handel mbH 1,73 Millionen für die Immobilie im Ostseeort Börgerende (Verkehrswert: 2,474 Millionen Mark) geboten.

Einer der zwei Gesellschafter der in Petershagen bei Berlin ansässigen Firma ist Hans-Jochen Pasold. Der Unternehmensberater diente einst dem Zentralkomittee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands im Bereich des Wirtschaftslenkers Günter Mittag und ist jetzt Geschäftsführer der A&I Massivbauten GmbH. Dort zieht Krause als Berater im Hintergrund die Fäden. Merkwürdig ist auch: Die geforderten 10 Prozent Anzahlung, 247.400 Mark, hinterlegte Krauses Sohn Henning für die Majoks GmbH in bar.

Experten, die mit der Materie befasst sind, ist es ein Rätsel, wie Majoks die Millionensumme aufbringen will. Laut Creditreform-Auskunft machte die Firma 1999 einen Um-satz von 600.000 Mark. Der erwartete Umsatz für das laufende Geschäftsjahr ist identisch. Ein Sprecher der Gläubigerbank WestLB teilte auf Anfrage mit, die Zwangsversteigerung sei "noch nicht abgewickelt", die Bank prüfe derzeit die Bonität des Bieters. (DER SPIEGEL 1/01, Panorama Deutschland)