Euro soll durch noch mehr Absprachen im Euroland gestärkt werden
Das Bundesfinanzministerium plant nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL, die Souveränitätsrechte Deutschlands und der anderen Teilnehmerstaaten der europäischen Währungsunion einzuschränken, um den Euro zu stützen. "Die deutsche Wirtschafts- und Finanzpolitik wird nicht mehr ausschließlich national geführt werden können", zitiert das Magazin aus einer Vorlage des Finanzministeriums an Hans Eichel. "Sie muss in den europäischen Gesamtzusammenhang eingebet-tet sein." Für alle Teilnehmerstaaten des Euro fordern die Experten "eine stärkere Orientierung der nationalen Politiken an den Entwicklungen in anderen Ländern und an den gesamtwirtschaftlichen Erfordernissen des Euro-Raums". Wie DER SPIEGEL wei-ter berichtet, bedeute dies, dass ein Land zum Beispiel eine Steuerreform nicht mehr im Alleingang durchführen könne. Es müsse für das Vorhaben künftig die Zustimmung der anderen Länder in der Euro-Zone einholen. (DER SPIEGEL 4/01, Seite 115)