Wer soll die Euro-Soldaten bezahlen? - DER SPIEGEL
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Wer soll die Euro-Soldaten bezahlen?

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Einem internen Vermerk des Berliner Verteidigungsministeriums zufolge ist die geplante europäische Interventionsarmee ohne Rückgriff auf Einrichtungen und militärische Mittel der Nato nicht einsatzfähig. Nur die "Abstützung" durch Stäbe und Waf-fenarsenal der Nato ermögliche es, die "Fähigkeitsanforderungen" der Europäischen Union an die vereinbarte Eingreiftruppe mit bis zu 60000 Heeressoldaten zu erfüllen.

Wie das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL schreibt, ist auch die Finanzierung der Euro-Soldaten nicht gesichert. Gemäß dem deutschen Anteil am europäischen Sozial-produkt müsste Deutschland etwa ein Viertel der Einsatzkosten der Euro-Truppe tragen. Strittig ist dabei in Berlin, welches Ressort für künftige Kriegskosten aufkommen soll. Das Verteidigungsministerium will nicht zahlen: "Deutsche Beiträge für Maßnahmen der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU" sollten vielmehr "wegen ihrer außenpolitischen Bezüge" vom Auswärtigen Amt "getragen werden". In der Finanzplanung der Bundeswehr sei für EU-Einsätze jedenfalls "keine Vorsorge getroffen". (DER SPIEGEL 4/01, Panorama Deutschland)