Zetsches Sanierungsplan für Chrysler
Chrysler-Chef Dieter Zetsche hat den Sanierungsplan für die US-Marke weitgehend fertig. Nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL will Zetsche mindestens vier Fabriken in den USA, Kanada, Mexiko und Brasilien schließen und bis zu 21.000 Arbeitsplätze abbauen. Mit dem japanischen Autobauer Mitsubishi, an dem DaimlerChrysler mit 34 Prozent beteiligt ist, soll Chrysler künftig gemeinsame Plattformen nutzen, um so Milliarden zu sparen. Beim Treffen des "Alliance Council" des Konzerns in Tokio am vergangenen Montag ist vereinbart worden, dass Mitsubishi die Modelle der Kompaktklasse entwickelt, deren Chrysler-Variante sich dann vor allem durch ein eigenes Design unterscheidet.
Die nächste Generation der Mittelklasse wird dagegen in den USA entwickelt und von den Japanern übernommen. Beim Arbeitsplatzabbau will der Chrysler-Chef dem Bericht des SPIEGEL zufolge auf Entlassungen weitgehend verzichten. Die Fabrikarbeiter sind durch einen Vertrag Chryslers mit der Automobilarbeiter-Gewerkschaft UAW ohnehin vor Entlassungen geschützt. Zetsche will freiwerdende Stellen nicht mehr besetzen und Mitarbeiter mit Prämien zum freiwilligen Ausscheiden bewegen. Angestellte, die nicht unter den Schutz des Gewerkschaftsvertrags fallen, will der Chrysler-Chef mit einem Frühpensionnierungsprogramm zum Verzicht auf ihren Arbeitsplatz bewegen. (DER SPIEGEL 5/01, Seite 108)