Finanzministerium hält Wohneigentum zur Altersvorsorge für nicht geeignet - DER SPIEGEL
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Finanzministerium hält Wohneigentum zur Altersvorsorge für nicht geeignet

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Finanzminister Hans Eichel sperrt sich weiterhin, Wohnungseigentum in die geplante Förderung der privaten Altersvorsorge einzubeziehen. Wie das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL meldet, bestätigt eine Modellrechnung seiner Beamten die Feststellung vieler Experten, dass die eigengenutzte Immobilie eine schlechte Geldanlage ist: Kauft jemand eine 300.000 Mark teure Eigentumswohnung mit 60.000 Mark Eigenkapital, so ist - unter Berücksichtigung der eingesparten Miete - die Immobilie nach Abzug aller Kredit- und Instandhaltungskosten nach 30 Jahren knapp 470.000 Mark wert. Ein Aktien- oder Rentenfonds, der sich mit nominal sechs Prozent verzinst, hätte gut 840000 Mark gebracht. Fazit der Beamten: Die Immobilie führt zu einem "um 44,5 Prozent geringeren Versorgungskapital". (DER SPIEGEL 5/01, Trends)