Winkelzüge um Entschädigung für Zwangsarbeiter - DER SPIEGEL
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Winkelzüge um Entschädigung für Zwangsarbeiter

Die deutsche Wirtschaft geht davon aus, ihren Entschädigungsbeitrag für ehemalige NS-Zwangsarbeiter auch in Raten zahlen zu können.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

"Was wir zugesagt haben, sind fünf Milliarden Mark am Ende des Prozesses ," erklärte Manfred Gentz, Mitgründer der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft, in einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Die Zahlung in zwei Stufen, so der DaimlerChrysler-Manager, sei keine Idee der Wirtschaft, sondern werde im Gesetz so vorgesehen. "Davon unberührt könnten die Auszahlungen beginnen," führte Gentz weiter aus, "sobald wir Rechtsfrieden haben."

Die Stiftungsinitiative der Wirtschaft werde allerdings "eine große Kraftanstrengung unternehmen, um die fehlenden 1,4 Milliarden schnell aufzubringen." Zum ersten Mal deutete Gentz an, dass einige Mitglieder der Stiftungsinitiative ihren bereits geleisteten Beitrag erhöhen könnten, um das Defizit auszugleichen.