Bald europaweit harter Wettbewerb um qualifizierte Zuwanderer
Laut einer unveröffentlichten Studie im Auftrag der Bundestags-Enquetekommission "Demographischer Wandel" ist bereits in naher Zukunft europaweit ein harter "Wettbewerb um qualifizierte Zuwanderer" zu erwarten - zugleich gebe es nur noch ein "kleines Wanderungspotenzial" in Osteuropa. Das meldet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der neuen Ausgabe.
Wegen niedriger Geburtenraten, so das Papier des emeritierten Freiburger Politikprofessors und Vorsitzenden des Rates für Migration, Dieter Oberndörfer, werden auch die osteuropäischen Volkswirtschaften auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen sein. So nähmen Polen und Ungarn heute schon in beträchtlichem Umfang Zuwanderer aus den GUS-Staaten, Rumänien und Ex-Jugoslawien auf.
Nicht die Einkommensunterschiede zwischen reichen und armen Ländern, sondern vor allem Perspektivlosigkeit und politische Unterdrückung seien Triebkräfte der Migration. Ökonomische und politische Stabilität in den östlichen EU-Beitrittsländern mache die Wiederholung der Migrationsmuster Südeuropas wahrscheinlich: Auch in Spanien, Portugal und Griechenland waren die Auswandererzahlen mit dem EU-Beitritt erheblich gesunken.