Washington bietet Moskau weit reichende Zusammenarbeit bei Raketenabwehr an - DER SPIEGEL
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Washington bietet Moskau weit reichende Zusammenarbeit bei Raketenabwehr an

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Vereinigten Staaten haben Russland nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL eine weit reichende Zusammenarbeit bei der Entwicklung eines künftigen Systems zur Raketenabwehr angeboten. Anstelle des umstrittenen nationalen NMD-Projekts der USA wird ein gemeinsames Frühwarnsystem angestrebt, das Abfangraketen in verschiedenen Regionen miteinander vernetzen soll. Dabei geht es laut SPIEGEL nicht um einen Abwehrschirm für das gesamte Territorium der USA oder Russlands, sondern um Schutz für begrenzte Regionen. Auch Abwehrstellungen in Ländern wie Israel oder Kuweit könnten einbezogen werden. DER SPIEGEL beruft sich auf Informationen, die aus Moskau bei der Bundesregierung eingegangen sein sollen.

Verteidigungsminister Rudolf Scharping wird kommende Woche nach Washington reisen. Er will mit seinem amerikanischem Kollegen Donald Rumsfeld auch über die Raketenabwehr und den Wunsch von Bundeskanzler Gerhard Schröder sprechen, möglicherweise deutsche Firmen an dem Projekt zu beteiligen. (DER SPIEGEL 10/01, Seite 30)