Friedrich Merz kämpft um seinen Posten - DER SPIEGEL
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Friedrich Merz kämpft um seinen Posten

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Friedrich Merz kämpft darum, seinen Posten zu behalten. Am Dienstag dieser Woche trifft sich der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit den Chefs der Landesgruppen der Union im Bundestag, um Boden gutzumachen. Wie das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL berichtet, waren zuvor in der Union Überlegungen laut geworden, die Landesgruppen könnten den Fraktionschef bei einer Zusammenkunft drängen, seinen Posten für die CDU-Parteivorsitzende Angela Merkel zu räumen. Von den Landesgruppen war vor gut einem Jahr auch der Putsch gegen Wolfgang Schäuble ausgegangen.

Landesgruppenkoordinator Dietrich Austermann bestreitet, dass es bei dem Termin am Dienstag um die Position des Fraktionschefs gehen wird: "Das ist eine ganz nor-male Sache, ein Routinetreffen." Trotz zunehmenden Drucks aus den eigenen Reihen auf eine schnelle Entscheidung will die CDU-Spitze in der Frage der Kanzlerkandidatur 2002 an ihrem Fahrplan festhalten. Merz werde Parteichefin Merkel nach den Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz am 25. März "ganz sicher" kein "Erstzugriffsrecht" einräumen, wie es zuletzt der sachsen-anhaltinische CDU-Chef Wolfgang Böhmer gefordert hatte, heißt es aus der Umgebung von Merz. Der habe dies mit Merkel vereinbart.

Die beiden Unionsspitzen seien sich darin einig gewesen, dass eine Vorentscheidung ein taktischer Fehler sei, der nicht zur Beruhigung der Lage beitrage. Merkel, die CDU-intern als klare Favoritin für die Kanzlerkandidatur gilt, wird indes auch aus der Parteizentrale gedrängt, sich bereits vor dem nächsten Frühjahr zu erklären. Die Strategen im Konrad-Adenauer-Haus halten es für problematisch, bei dem für Dezember diesen Jahres geplanten Bundesparteitag ein schlüssiges Programm zu verabschieden, wenn der Kandidat nicht feststehe. Das Programm müsste auf den Kandidaten zugeschnitten sein. Merkel lehnt eine frühere Festlegung bislang jedoch strikt ab. (DER SPIEGEL 10/01, Panorama Deutschland)