Bestattung für totgeborene oder abgetriebene Föten - DER SPIEGEL
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Bestattung für totgeborene oder abgetriebene Föten

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Alle fehl- und totgeborenen Kinder sowie abgetriebene Föten sollen - laut einer Meldung des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL - in Bremen künftig bestattet werden. Bislang wurden Tot- und Fehlgeburten unter 1000 Gramm, sofern ihre Eltern sie nicht beerdigen, als "ethischer Abfall" beseitigt. Nun sollen die toten Föten bei regelmäßig stattfindenden, überkonfessionellen Trauerfeiern auf drei Bremer Friedhöfen anonym beigesetzt werden. Die Krankenhäuser laden die Angehörigen zur Bestattung ein. "Wir wollen ihnen einen Platz geben, an dem sie um das Kind trauern können, und ihnen so helfen, mit dem traumatisierenden Erlebnis umzugehen", sagt Ursula-Anne Ochel, Sprecherin für die Krankenhausgesellschaft der Freien Hansestadt Bremen. Als erstes Bundesland folge Bremen damit einer Empfehlung der Deutschen Krankenhausgesellschaft durch die Schaffung einer einheitlichen Regelung mit der Beteiligung aller Krankenhäuser. (DER SPIEGEL 10/01, Panorama Deutschland)