Scheitert der Rindfleisch-Transport nach Nordkorea an den Kosten? - DER SPIEGEL
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Scheitert der Rindfleisch-Transport nach Nordkorea an den Kosten?

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der umstrittene Transport von rund 60 000 Tonnen deutschen Rindfleischs nach Nordkorea droht an den fehlenden Mitteln zu scheitern, meldet das Nachrichten-Maga-zin DER SPIEGEL in der neuen Ausgabe. In dieser Woche wird zwar die offizielle An-forderung aus Pjöngjang erwartet. Doch sowohl das Verbraucherschutzministerium (BML) als auch das Entwicklungshilfeministerium (BMZ) weigern sich, die Kosten aus dem normalen Etat ohne zusätzliche Hilfen des Finanzministers zu übernehmen. Der jedoch hat alle zusätzlichen Geldforderungen bisher abgelehnt.

Der Transport des gekühlten Rindfleischs in den Hafen von Pjöngjang wird in Berlin auf rund 55 Millionen Mark veranschlagt und wäre nach Angaben von BMZ und BML rund 30 Millionen Mark teurer als das Verbrennen des entsprechenden Tiermehls.

Da die Kühlkette aber nicht bis zu den Hungernden vor Ort gewährleistet ist, müsste das Fleisch für rund 180 Millionen Mark eingedost werden. Zum Vergleich: Die welt-weite Nahrungsmittelhilfe des Entwicklungshilfeministeriums beläuft sich in diesem Jahr auf rund 110 Millionen Mark. (DER SPIEGEL 11/01, Panorama Deutschland)