CIA verzögert Rückgabe der DDR-Spionage-Kartei - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

CIA verzögert Rückgabe der DDR-Spionage-Kartei

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der amerikanische Geheimdienst CIA verzögert nach Informationen des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL die Rückgabe der in der Wendezeit erbeuteten Kartei der DDR-Spionageabteilung HVA. Erst sechs CD-Rom mit insgesamt 11200 Datensätzen haben die US-Behörden bisher abgeliefert - die Gesamtdatei enthält aber weit über 300000 Einträge. Bei diesem Tempo, kritisieren Sicherheitsexperten und die Berliner Behörde für die Stasi-Unterlagen, werde sich die Rückgabe noch weit über ein Jahrzehnt hinziehen. So lange die Gesamtdatei aber nicht in deutschen Händen ist, bleibt die Enttarnung bisher unbekannter Agenten schwierig. Die CIA begründet die Verzögerungen mit technischen Schwierigkeiten und der angeblich sehr aufwendigen Eingabe der Daten in eine eigens entwickelte Software. (DER SPIEGEL 13/01, Panorama Deutschland)