Regierung senkt Wirtschaftsprognose um halben Prozentpunkt
Die Bundesregierung wird ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL von zweidreiviertel Prozent auf zweieinviertel Prozent zurücknehmen. Das habe sich nach einem ersten Treffen des interministeriellen Arbeitskreises für gesamtwirtschaftliche Vorausschau abgezeichnet, das in der vergangenen Woche stattgefunden habe, schreibt das Blatt.
An der Zusammenkunft nahmen neben Experten des federführenden Bundesfinanzministeriums auch Fachleute aus den Ressorts für Wirtschaft und Arbeit sowie des Kanzleramts teil. Eine noch weitergehende Korrektur auf zwei Prozent habe die Runde ausgeschlossen, da sich Export und private Nachfrage weiterhin erfreulich entwickelten.
Wie DER SPIEGEL unter Berufung auf Experten des Bundes und der Länder weiter berichtet, führt die Konjunkturabschwächung in diesem Jahr zu Steuerausfällen von etwas mehr als zehn Milliarden Mark. Rund fünf Milliarden Mark davon habe der Bundeshaushalt zu verkraften.