Langwierige Koalitionsgespräche in Frankfurt - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Langwierige Koalitionsgespräche in Frankfurt

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Nach der Kommunalwahl vom vergangenen Monat steuern die Parteien im Frankfurter Rathaus nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL auf eine bunte Stadtregierung zu. Zwar verfügen CDU und Grüne gemeinsam über eine Mehrheit, doch führende Politiker der Öko-Partei schließen eine schwarz-grüne Koalition aus. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es dazu kommt“, sagt der hessische Grünen-Vorsitzende Hubert Kleinert. Die Frankfurter Parteifreunde hätten stets „eine Art schwarz-grün-roten Magistrat als Ziel der Verhandlungen“ genannt.


Der Frankfurter Grünen-Fraktionsvorsitzende Lutz Sikorski betont, in Frankfurt gebe es „eine Situation, wo das mit den Lagern – hier Rot-Grün, da die bürgerlichen Parteien – nicht mehr hinhaut“. Ein Problem haben die Grünen vor allem mit dem geplanten Ausbau des Frankfurter Flughafens, den sie strikt ablehnen. Frank Kaufmann, Parlamentarischer Geschäftsführer der Wiesbadener Landtagsfraktion der Grünen, stellt klar:„Eine Zusammenarbeit ist nur möglich, wenn die Stadt Frankfurt als Miteigentümerin des Flughafens keine Entscheidung pro Ausbau trifft.“ Führende CDU-Politiker, darunter Oberbürgermeisterin Petra Roth, lassen erkennen, dass die Christdemokraten im Römer auch mit wechselnden Mehrheiten regieren würden. Die Gespräche werden sich voraussichtlich bis weit in den nächsten Monat ziehen.