Anklage in FlowTex-Affäre - DER SPIEGEL
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Anklage in FlowTex-Affäre

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat im Zusammenhang mit der FlowTex-Affäre jetzt gegen die früheren Inhaber des Unternehmens Manfred Schmider und Klaus Kleiser, den Ex-Banker Karl Schmitz und die Geschäftsführerin Angelika Neumann Anklage wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen Betruges in einem besonders schweren Fall und wegen gemeinschaftlichen bandenmäßigen Betruges erhoben. Das berichtet das Nachrichten-Magazin Der SPIEGEL in seiner neuesten Ausgabe. Die drei angeklagten Männer sollen sich laut SPIEGEL darüber hinaus wegen des Verdachts des Kapitalanlagebetruges vor Gericht verantworten müssen. Im bislang größten Wirtschaftsbetrugsfall beläuft sich der Schaden laut Anklage auf 4.138.422.766 Mark.


Mit gefälschten Lieferscheinen, Rechnungen und falschen Versicherungspolicen von einem nicht existierenden Horizontalbohrsystem sollen die Angeklagten rund 120 Banken und Leasinggesellschaften getäuscht haben. Schmider und Kleiser hätten nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft nahezu alles selbst gefälscht, schreibt DER SPIEGEL. So sollen sogar die Kontoauszüge verschiedener Banken von Kleiser an einem Rechner präpariert worden sein. Die Formularvordrucke sowie einen Prägestempel der KPMG-Wirtschaftsprüfungsgesellschaft soll sich Schmider in einer Druckerei in Karlsruhe besorgt haben.


Insgesamt ermittelte die Staatsanwaltschaft Mannheim gegen 27 Beschuldigte wegen des Verdachts der Geldwäsche. Wegen des Verdachts der Beihilfe zu den Betrügereien habe die Staatsanwaltschaft außerdem Ermittlungsverfahren gegen mehrere ehemalige Betriebsprüfer der FlowTex-Gruppe eingeleitet. Die Rechtsanwälte des ebenfalls beschuldigten Deutschsyrers Mohammed Yassin Dogmoch weisen die Vorwürfe laut SPIEGEL zurück.