PDS plant Erklärung zum Mauerbau
Nach der Entschuldigung für die Repressalien bei der Zwangsvereinigung von SPD und KPD plant die PDS-Führung auch eine Erklärung zum 40. Jahrestags des Mauerbaus am 13. August dieses Jahres. Das berichtet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in seiner neuen Ausgabe. Vor allem die Berliner Landeschefin Petra Pau, die bereits mehrfach Kränze zum Gedenken an die Mauertoten niedergelegt hatte und von der auch die Entschuldigung zur Zwangsvereinigung ausgegangen war, drängt ihre Partei zu diesem für viele Alt-Genossen heiklen Schritt. Dabei wird sie von PDS- Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch unterstützt.
"Die Partei muss zu den Opfern der Mauer klar Stellung beziehen", erklärte Pau gegenüber dem SPIEGEL. "Wer den Bau der Mauer rechtfertigt, der muss schon erklären, warum sie sich zunehmend mehr gegen die eigenen Bürger richtete als gegen den vermeintlichen Klassenfeind im Westen." Der SPD-Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus, Klaus Wowereit, begrüßte die Absicht der PDS: "Eine distanzierende Erklärung zum Mauerbau wäre ein weiterer wichtiger Schritt der PDS."