Mubarak prophezeit weiteres Blutvergießen in Nahost - DER SPIEGEL
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Mubarak prophezeit weiteres Blutvergießen in Nahost

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Der ägyptische Staatschef Husni Mubarak glaubt kaum noch an einen Frieden im Nahen Osten. In einem Gespräch mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL bezweifelt er den Friedenswillen des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon, den er nach dessen Amtsantritt zunächst verteidigt habe. "Aber inzwischen habe ich den Eindruck, dass er nur auf Gewalt setzt."

Zwar glaubt Mubarak, dass Israelis und Palästinenser gezwungen sind, miteinander auszukommen, aber der Weg dahin wird lang: "Der Hoffnungsschimmer, der 1993 mit den Oslo-Abmachungen aufkam, ist verschüttet." Für die nahe Zukunft sieht der Ägypter weitere Auseinandersetzungen: "Schade, dass noch so viel Blut fließen muss und Unschuldige noch so viel Unrecht erleiden müssen."

An den Ausbruch eines neuen großen Nahost-Krieges glaubt Mubarak indes nicht: "Die Amerikaner", so der Ägypter zum SPIEGEL, "werden sich einschalten und einen ausgewachsenen Krieg verhindern." (DER SPIEGEL 17/2001, Seite 162)