Holbrooke kritisiert im SPIEGEL Außenpolitik der neuen US-Administration - DER SPIEGEL
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Holbrooke kritisiert im SPIEGEL Außenpolitik der neuen US-Administration

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In einem Gespräch mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL übt der ehemalige amerikanische Uno-Botschafter Richard Holbrooke heftige Kritik an der Außenpolitik der Regierung von George W. Bush. "Trotz aller Beteuerungen der neuen Administration", so Holbrooke, "sie würde künftig Konsultationen mit den Alliierten mehr Gewicht beimessen, haben Bushs Leute bislang die Neigung, sich eher weniger mit unseren Freunden abzustimmen." Holbrooke kann "durchaus nachvollziehen", dass die Europäer die außenpolitische Premiere der Republikaner im Weißen Haus empfunden haben, als sei ein Elefant durch den Porzellanladen marschiert.

Einen deutlichen Kurswechsel der neuen Administration sieht Holbrooke in Nahost und prophezeit, Bush werde es nicht gelingen, sich aus dem Konflikt herauszuhalten:"Wo immer die USA sich aus ihrer Rolle als aktiver Mitspieler verabschieden, könnten wir radikalere Elemente ermutigen auf Kosten moderater Kräfte." Gewonnen wäre nichts:"Die Vereinigten Staaten werden wieder in diese Konflikte hineingezogen - ob wir wollen oder nicht." (DER SPIEGEL 17/2001, Seite 151)