BSE-Gewebebank im Greifswalder Bodden geplant
Auf der Ostseeinsel Riems im Greifswalder Bodden soll eine Gewebebank aller deutschen BSE-Fälle entstehen. Der Aufbau der Kartei an der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere ist nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL Bestandteil eines neuen Forschungskonzepts deutscher Wissenschaftler zum Rinderwahnsinn. Das Programm soll Ende 2001 anlaufen.
Die Gewebebank, aus deren Pool BSE-Forscher sich bedienen können, dient zur Verbesserung der Grundlagenforschung. "Bisher war alles mühsam, wir kamen nicht an das notwendige Material heran", sagt Detlev Riesner vom Institut für Physikalische Biologie der Universität Düsseldorf. Die Briten weigerten sich lange, Proben BSE-kranker Rinder herauszugeben. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die durch den BSE-Erreger verursachte tödliche Creutzfeldt-Jakob-Krankheit. Die Wissenschaftler wollen sich besonders der Behandlung von bereits infizierten Menschen widmen. Den Ausbruch der unheilbaren Krankheit erwarten sie nach zehn bis 15 Jahren. (DER SPIEGEL 17/2001, Panorama Deutschland)