Bayerische Lehrer enden oft als Psycho-Wracks - DER SPIEGEL
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Bayerische Lehrer enden oft als Psycho-Wracks

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Jeder zweite frühpensionierte Lehrer in Bayern scheitert am Stress im Klassenzimmer und erkrankt psychisch. Im Schnitt scheiden die ausgebrannten Beamten bereits elf Jahre vor Erreichen des Pensionsalters aus. Arbeitsmediziner der Universität Erlangen haben über 7100 Gutachten ausgewertet, in denen bayerische Lehrer auf eine krankheitsbedingte Frühpensionierung untersucht worden waren. Über das Ergebnis berichtet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in seiner neuen Ausgabe.

Danach waren psychische Leiden wie depressive Störungen oder das "Burnout-Syndrom" Hauptgrund für das vorzeitige Ausscheiden von Pädagogen. "Psychosomatische Erkrankungen haben bei Lehrern dramatisch zugenommen", resümiert der Mediziner Andreas Weber, "besonders bei Frauen, vermutlich wegen ihrer Doppelbelastung."

Der Anteil der psychisch erkrankten Frühpensionäre sei im Vergleich zu 1997 um zwölf Prozent angestiegen. "Das Ergebnis ist durchaus auf andere Bundesländer übertragbar, zumindest im Westen", so Weber. Die Erlanger Forscher fordern bessere Vorsorge- und Rehabilitationsangebote für die gestressten Pädagogen. (DER SPIEGEL 17/2001, Panorama Deutschland)