Dubiose Müllgeschäfte im Saarland - DER SPIEGEL
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Dubiose Müllgeschäfte im Saarland

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Wegen des Verdachts der Untreue ermittelt die Staatsanwaltschaft Saarbrücken gegen Geschäftsführer kommunaler Entsorgungsbetriebe im Saarland. In einer Strafanzeige wird den Managern nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL vorgeworfen, sie hätten sich bei der Abwicklung von Verträgen zwischen dem Entsorgungsverband Saar (EVS) und dem Dualen System Deutschland GmbH persönlich bereichert und die Mehrheit der im EVS vertretenen 51 saarländischen Kommunen geprellt. Gewinne aus dem Müllgeschäft seien nur den Städten Saarbrücken, Homburg, Saarlouis, Völklingen, Lebach und St. Ingbert sowie zwölf Privatfirmen zugeschanzt worden.

Dazu sei 1997 eigens die Gesellschaft kommunaler Entsorgungsbetriebe (GKE) gegründet worden, die für alle 51 EVS-Kommunen die Geschäfte (Jahresvolumen rund 47,5 Millionen Mark) mit dem Dualen System erledigte. Dabei überließ der saarländische Entsorgungsverband der GKE rund 8000 Sammelcontainer unter Wert - zum Preis von 489.000 Mark, obwohl in den Büchern ein Restwert von gut 3,2 Millionen Mark stand. Ursprünglich hatte der EVS für die Behälter rund 14 Millionen bezahlt. Die Zeche in Millionenhöhe trugen die saarländischen Gebührenzahler. Persönlich profitiert hätten dagegen, so der Vorwurf, zwei Vertreter der GKE und der EVS-Chef. Sie sollen zusätzlich zu ihren Hauptjobs von der GKE Aufwandsentschädigungen und Tantiemen von bis zu 80.000 Mark jährlich erhalten haben. Die Beschuldigten weisen alle Vorwürfe zurück. (DER SPIEGEL 17/2001, Panorama Deutschland)