FDP-Generalsekretärin auf Abruf? - DER SPIEGEL
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FDP-Generalsekretärin auf Abruf?

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die neue FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper muss sich auf eine kurze Amtszeit einrichten: Bei einem Wahlerfolg ihres Landesverbandes bei den sachsen-anhaltinischen Landtagswahlen im Frühjahr 2002 soll sie nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL als Spitzenvertreterin in den Magdeburger Landtag wechseln. Für den Fall eines erneuten Scheiterns an der Fünf-Prozent-Hürde hingegen wäre die 42-Jährige, so ein FDP-Präsidiumsmitglied, als Generalsekretärin "nicht mehr tragbar". Am vergangenen Freitag hatte Pieper auf dem Düsseldorfer FDP-Parteitag mit 74,6 Prozent der abgegebenen Stimmen ein unerwartet schlechtes Ergebnis erzielt.

Wie DER SPIEGEL weiter berichtet, soll Hans-Olaf Henkel, Ex-Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, der FDP aus ihrer akuten Finanznot helfen. Auf Wunsch des neuen FDP-Schatzmeisters Günter Rexrodt will Henkel bis zur Bundestagswahl 2002 seine guten Kontakte zur Wirtschaft einsetzen, um Spenden für die chronisch klammen Liberalen einzutreiben.

Die Partei braucht für den Wahlkampf nach eigenen Angaben zehn Millionen Mark. Bereits für den 800.000 Mark teuren Bundesparteitag am vergangenen Wochenende musste die FDP Sponsoren um Geld angehen. Allein der Parteitagsstand des Internetdienstes AOL brachte 200.000 Mark ein.