Streit um Entschädigungsansprüche verstrahlter Bundeswehr-Techniker - DER SPIEGEL
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Streit um Entschädigungsansprüche verstrahlter Bundeswehr-Techniker

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In der so genannten Radar-Affäre um verstrahlte Bundeswehr-Techniker hat das Verteidigungsministerium nach Informationen des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL Berufung gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts Schleswig beantragt. Die Richter hatten Entschädigungsansprüche eines erkrankten ehemaligen Radarmechanikers anerkannt.

Minister Rudolf Scharping beteuert, er strebe weiterhin eine außergerichtliche Einigung an, der Einspruch diene nur der Wahrung der Rechtsposition des Bundes. Der Bundeswehr-Verband klagt hingegen, der Schritt widerspreche den Ankündigungen, der Minister werde Strahlenopfern schnell und großzügig entgegenkommen: "Das ist nicht nur unfair, sondern menschenverachtend", so der Verbandsvorsitzende Bernhard Gertz. Noch im Mai wird die von Scharping zur Klärung des Streits eingesetzte Sonderkommission ihren Abschlussbericht vorlegen. Das Gremium unter Leitung des ehemaligen "Zeit"-Herausgebers Theo Sommer will der Bundeswehr empfehlen, sich mit Opfern beziehungsweise Hinterbliebenen "großzügig zu einigen". (DER SPIEGEL 20/01, Panorama Deutschland)