Verschwundenes Sicherungsband vom Strauß-Computer - DER SPIEGEL
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Verschwundenes Sicherungsband vom Strauß-Computer

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Der Staatsanwaltschaft Augsburg ist im Ermittlungsverfahren gegen Max Strauß wegen Geldwäsche und Steuerhinterziehung nicht nur, wie bisher bekannt, die Festplatte aus dessen Laptop abhanden gekommen. Auch das Sicherungsband vom Strauß-Computer ist nach Informationen des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL spurlos verschwunden. Damit verstärkt sich auch für den Vorsitzenden des bayerischen Schreiber-Untersuchungsausschusses, Harald Güller (SPD), der Verdacht, dass die Asservate bewusst beiseite geschafft wurden. Strauß wird unter anderem beschuldigt, von dem Lobbyisten Karlheinz Schreiber 5,2 Millionen Mark Schwarzgeld kassiert zu haben.

Die Ermittler hatten das Magnetband, auf dem Strauß alle jüngeren Änderungen an Dateien seines Laptops chronologisch gesichert hatte, bei der Durchsuchung von dessen Münchner Kanzlei im Januar 1996 beschlagnahmt. Danach wurde es, getrennt von der Festplatte, dem Augsburger Computersachverständigen Bernd Wißner zur Auswertung übersandt. Die letzte Spur der Festplatte verlor sich im Herbst 1996 auf dem Weg zwischen verschiedenen EDV-Spezialisten. Das Magnetband ist dagegen vermutlich schon Monate früher verschwunden. Nächste Woche vernimmt der Ausschuss Wißner als ersten Zeugen. Güller: "Wir wollen wissen, ob es für das Umherschicken überhaupt eine behördliche Anordnung gab."