Bald schon Medikamente aus menschlichen Stammzellen? - DER SPIEGEL
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Bald schon Medikamente aus menschlichen Stammzellen?

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Arzneien aus menschlichen Stammzellen werden möglicherweise weitaus früher auf den Markt kommen, als bislang vermutet. "In zwei bis drei Jahren könnten wir mit klinischen Versuchen starten", sagte der Stammzellpionier Peter Mountford in einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Dem 40 Jahre alten Australier und seinen Kollegen war das so genannte therapeutische Klonen als ersten gelungen, und zwar von embryonalen Stammzellen (ES-Zellen) der Maus.

Der Gründer der Firma Stem Cell Sciences mit Sitz in Elsternwick nahe Melbourne prophezeit, dass man bei der Entwicklung neuartiger Medikamente nicht auf ES-Zellen des Menschen verzichten kann. Denn die ethisch unbedenklichen adulten Stammzellen kämen in manchen Organen, wie dem Herzen, vermutlich gar nicht vor, sagte Mountford weiter: "ES-Zellen könnten folglich die einzigen Stammzellen sein, mit denen sich Herzleiden behandeln lassen." (DER SPIEGEL 22/01, Seite 224)