Schmiergeldaffäre Leuna - ein Fall fürs BKA?
Nach der gescheiterten Vernehmung des Lobbyisten Dieter Holzer im Spenden-Untersuchungsausschuss des Bundestags muss nach Ansicht der SPD das Bundeskriminalamt (BKA) die Ermittlungen zu möglichen Schmiergeldzahlungen beim Neubau der Raffinerie Leuna übernehmen. Das meldet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der aktuellen Ausgabe. Schließlich handele es sich um einen "herausragenden Fall länderübergreifender Wirtschaftskriminalität", so der SPD-Obmann im Ausschuss, Frank Hofmann. Allerdings müssten die Wiesbadener Ermittler zuvor von einer der beiden Staatsanwaltschaften in Augsburg und Saarbrücken, bei denen schon Erkenntnisse über Leuna vorliegen, beauftragt werden. Hofmann vermutet, dass die Augsburger bislang nur deshalb das BKA nicht eingeschaltet haben, weil sie von dem vorgesetzten Generalstaatsanwalt in München daran gehindert worden seien. Die Saarbrücker Staatsanwälte andererseits hält Hofmann für "möglicherweise zu bequem". (DER SPIEGEL 26/01, Panorama Deutschland)