Elektroschockwaffen für spezielle Polizeieinsätze?
Der Arbeitskreis II "Innere Sicherheit" der Innenministerkonferenz hat den Bundesländern empfohlen, für spezielle Polizeieinsätze die Anschaffung von Elektroschockwaffen vom Typ "Taser M26" zu prüfen. Wie das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL meldet, strecken die Geräte Angreifer mit bis zu 50.000 Volt nieder. Die pistolenartige Taser feuert zwei Stromkabel ab, an deren Enden sich hakenbesetzte Elektroden befinden. Treffen diese ein Ziel, kommt es fünf Sekunden lang zur elektrischen Entladung, durch die zentrales Nervensystem und Muskelkontrolle kurzzeitig stark gestört werden. Das Opfer fällt "in fötaler Position" (Firmenwerbung) zu Boden. US-Fahnder schwärmen von fast hundertprozentiger Wirksamkeit, Amnesty International warnt vor möglichem Missbrauch zu Folterzwecken. In den USA, wo die Polizei bereits seit mehreren Jahren Taser nutzt, werden eine Reihe von Todesfällen mit dem Gerät in Verbindung gebracht. (DER SPIEGEL 28/01, Panorama Deutschland)