EU-Umweltkommissarin Wallström nennt die USA "unfair gegenüber dem Rest der Welt" - DER SPIEGEL
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EU-Umweltkommissarin Wallström nennt die USA "unfair gegenüber dem Rest der Welt"

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Die EU-Umweltkommissarin Margot Wallström kritisiert die drohende Ablehnung des Kyoto-Protokolls durch die US-Regierung als "unfair gegenüber dem Rest der Welt". In einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL verweist Margot Wallström auf die "katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels" und den "weltweit höchsten Ausstoß an Treibhausgasen durch die Vereinigten Staaten". Von "Überschwemmungen und Stürme" seien insbesondere ärmere Länder betroffen. Für die nächste Woche in Bonn stattfindende Klimaschutzkonferenz hat die EU-Kommissarin Wallström keine "allzu hohe Erwartungen", da es "wohl keinen endgültigen Beschluss über Kyoto geben wird".

Sollten die Bonner Verhandlungen scheitern, kündigt Wallström im SPIEGEL an, dass "wir Europäer alleine voran gehen werden". Die EU habe bereits 40 Maßnahmen wie Wärmedämmung oder Bio-Treibstoffe untersucht. Danach läge das "Einsparpotenzial bei Kohlendioxid in der EU sogar doppelt so hoch wie in Kyoto vereinbart". Nach Angaben von Wallström seien die Klima-Ziele "ohne Ausbau der Atomkraft" zu erreichen. (DER SPIEGEL 29/01, Seite 24)