Schutz fürs Wattenmeer - DER SPIEGEL
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Schutz fürs Wattenmeer

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Voraussichtlich im Oktober werden die Umweltminister Dänemarks, Deutschlands und der Niederlande entscheiden, ob das Wattenmeer an der Nordsee den Status eines "besonders empfindlichen Meeresgebietes" ("Particulary Sensitive Sea Area", PSSA) bekommen soll. Das meldet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der kommenden Ausgabe. Weltweit hat die International Maritime Organization erst zwei Gewässer als PSSA-Zonen ausgewiesen. In einem vorläufigen, vertraulichen Gutachten zieht ein Forschungsinstitut aus dem britischen Southampton im Auftrag der gemeinsamen Wattenmeerkonferenz den Schluss, dass die Ausweisung als PSSA-Gebiet sinnvoll sei. Die Schutzzone soll von den nordfriesischen Inseln vor Dänemark bis Holland reichen. Um das PSSA-Siegel zu bekommen, seien vorerst keine gravierenden Eingriffe in den Schiffsverkehr notwendig; es müsse aber geprüft werden, ob alle Schiffe in der Nordsee mit Lotsen besetzt werden müssen.

Umweltverbände fordern seit Jahren schärfere Sicherheitsvorkehrungen für die Nordsee. Bundesländer wie Schleswig-Holstein hatten sich aber bisher gegen die Ausweisung eines PSSA-Gebiets gewehrt. Reeder fürchten durch strengere Auflagen Wettbewerbsnachteile für die deutschen Häfen Hamburg und Bremerhaven. Deren Schifffahrtsrinnen würden im Gegensatz zu den Konkurrenzhäfen Rotterdam und Antwerpen im PSSA-Schutzgebiet liegen. (DER SPIEGEL 29/01, Panorama Deutschland)