PDS wäre "Klotz am Bein der SPD" - schreibt Klaus von Dohnanyi
Der frühere Hamburger Bürgermeister und Ost-Experte der SPD, Klaus von Dohnanyi, hat in einem Beitrag für das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL seine Partei vor der Zusammenarbeit mit der PDS gewarnt und die Thesen des früheren Chefs der SPD-Grundwertekommission, Erhard Eppler, zurückgewiesen. Eppler hatte in einem SPIEGEL-Gespräch seine Partei zur langfristigen Übernahme der PDS und ihrer Wähler aufgefordert. "Die SPD kann keine überzeugten PDS-Leute als Delegierte oder Wähler gebrauchen", hält Dohnanyi dem entgegen. Man solle die "sentimentalen Nostalgien vereinter Arbeiterparteien vergessen." Parteien und Medien diskutierten über die Zusammenarbeit zwischen SPD und PDS, als handle es sich "um Fusionsabsichten von Kosmetikunternehmen." Dabei sei die Gesellschaftspolitik eine "Gletscherspalte" zwischen SPD und PDS. Zu möglichen rot-roten Bündnissen schreibt Dohnanyi: "Es ist die Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik, wo die PDS ein schwerer Klotz am Bein der SPD wäre." (DER SPIEGEL 30/01, Seite 38)