Erster Todesfall mit Lipobay schon 1998 - DER SPIEGEL
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Erster Todesfall mit Lipobay schon 1998

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Schon 1998 hat es offenbar in Deutschland den ersten Todesfall nach Einnahme des Cholesterin senkenden Wirkstoffs Cerivastatin gegeben, nur ein Jahr nach der Markteinführung unter dem Namen Lipobay durch Bayer. Das berichtete Harald Schweim, Leiter des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn, dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Der Patient verstarb an Rhabdomyolyse, einem Muskelzerfall, der zum Nierenversagen führt. Der Fall wurde als Verdacht einer Arzneimittelnebenwirkung an das BfArM gemeldet und dort geprüft. Schweim hält einen ursächlichen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Cerivastatin und dem tödlichen Muskelzerfall für wahrscheinlich. "Wirklich starke Häufungen von Rhabdomyolysefällen im Zusammenhang mit Cerivastatin traten unserer Meinung nach aber erst im März oder April diesen Jahres auf", so Schweim. Unternommen hat die deutsche Aufsichtsbehörde trotzdem nichts. "Wir waren nicht zuständig, die Initiative zu ergreifen", sagte Schweim, "weil Cerivastatin nach einem europäischen Verfahren zugelassen wurde."