Bevölkerungsrückgang in Deutschland - DER SPIEGEL
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Bevölkerungsrückgang in Deutschland

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Im vergangenen Jahr wuchs die Bevölkerung der Europäischen Union - laut einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL - erneut um rund eine Million Einwohner auf 377 Millionen. Das sind 0,3 Prozent mehr, von denen rund zwei Drittel wanderungsbedingt und ein Drittel vor allem auf gestiegene Geburtenzahlen zurückzuführen sind. In Deutschland, Italien, Griechenland und Schweden allerdings überstieg die Zahl der Sterbefälle noch die der Geburten, wie neue Zahlen des EU-Statistikamts Eurostat belegen. Die Deutschen haben von allen EU-Nationen den stärksten Rückgang ihrer natürlichen Bevölkerung; am meisten vermehren sich Iren, Luxemburger und Franzosen.

Auch die durchschnittliche Lebenserwartung ist in der EU gestiegen. Sie erreichte für Männer 74,9 Jahre, Frauen dürfen mit 81,2 Jahren rechnen. Die Deutschen liegen rund ein halbes Jahr unter EU-Schnitt. Am längsten leben die Männer in Italien und Schwe-den, die Frauen in Spanien und Frankreich.

Eurostat wertete auch die Häufigkeit von Eheschließungen aus. Die meisten Ehen wurden 1999 relativ zur Bevölkerung in Portugal und Dänemark geschlossen. Am häufigsten werden demgegenüber in Großbritannien und Finnland Ehen geschieden. Deutschland liegt bei Eheschließungen und Scheidungen über dem EU-Schnitt. (DER SPIEGEL 35/01, Panorama Deutschland)