Zahl ehemaliger Zwangsarbeiter in der Schweiz weit höher als bisher angenommen
Die Zahl der Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen, die im Nazi-Deutschland bei Schweizer Firmentöchtern schuften mussten, ist womöglich mehr als doppelt so hoch als bisher angenommen. Wie das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL schreibt, geht das aus einer noch unveröffentlichten Studie der schweizerischen Bergier-Kommission hervor. Das Expertengremium, das die Verstrickungen der Eidgenossen mit der Nazi-Diktatur untersucht, schreibt, dass "die in den Medien genannte Zahl" von "über 11000 in Schweizer Tochterfirmen" eingesetzten Zwangsarbeitern eher "zu niedrig" sei. Die Autoren beziffern die Zahl "ausländischer Arbeitskräfte" in "einigen" Schwei-zer Tochtergesellschaften auf 26876. Ansprüche gegen Schweizer Firmen werden über den Milliardenvergleich Schweizer Banken mit jüdischen Organisationen abgewickelt. Der Vergleich gilt nur für die Firmen, die ihre historische Schuld eingestanden haben. (DER SPIEGEL 35/01, Panorama Deutschland)